Der Maßstab

Ein Siegel, dessen Maßstab niemand kennt, ist nichts wert

Deshalb steht hier vollständig, was wir prüfen, wie wir es ermitteln und wo ein Mensch entscheidet statt einer Maschine.

Hier kauft sich niemand ein. Kein Platz ist bezahlt, keine Bewertung verhandelbar. Wer das Siegel führen darf, hat es gemessen bekommen — nicht bestellt.

  • sechs Kriterien
  • dieselben für jeden
  • mit Prüfdatum

Wir bewerten keine Geschmacksfragen

Wir prüfen, ob eine Website das leistet, wofür sie da ist: Menschen finden, überzeugen und zum Kontakt bringen. Dafür schauen wir aus drei Richtungen auf einen Auftritt.

Technik

Läuft die Seite schnell, sauber und für alle zugänglich?

Gestaltung

Überzeugt sie jemanden, der zum ersten Mal draufkommt?

Auffindbarkeit

Wird der Betrieb überhaupt gefunden — bei Google und in KI-Antworten?

Sechs Kriterien, für jeden Betrieb dieselben

Jedes bekommt 0 bis 100 Punkte, alle sechs zählen gleich viel. Das ist Absicht: Eine Website ist nicht gut, weil sie schnell lädt, und nicht gut, weil sie hübsch ist. Sie ist gut, wenn beides stimmt.

Speed

Gemessen mit Google PageSpeed Insights — derselben Messung, die Google für seine eigene Bewertung heranzieht. Du kannst sie selbst nachrechnen. Jede Sekunde Ladezeit kostet Besucher: Wer drei Sekunden wartet, ruft in der Zwischenzeit beim Wettbewerber an.

UX

Ein Modell schlägt vor, ein Mensch entscheidet. Grundlage sind die Aufnahmen in Desktop- und Mobilansicht. Ein Prüfwerkzeug erkennt einen zu geringen Kontrast, aber nicht, dass die Telefonnummer erst nach dreimal Scrollen auftaucht.

Technik

Gemessen: sichere Verbindung, aktuelle Technik, keine Fehler im Hintergrund, korrekt eingebundene Bilder. Technische Mängel sieht ein Besucher nicht — aber er spürt sie.

SEO

Gemessen: Seitentitel, Beschreibungen, Überschriftenstruktur, sprechende Adressen. Das ist bewusst das Fundament, nicht die Platzierung — wir versprechen niemandem Platz eins.

WCAG

Gemessen: Kontraste, Beschriftungen, Bedienbarkeit per Tastatur. Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gelten seit 2025 für viele Unternehmen verbindliche Anforderungen. Wer hier schlecht dasteht, hat bald ein rechtliches Problem, kein ästhetisches.

Design

Gestaltung, Authentizität, Kundennutzen, Bildsprache. Das einzige Kriterium, das sich nicht automatisch messen lässt — und das, worüber ein Besucher in den ersten Sekunden urteilt. Deshalb hat hier immer ein Mensch das letzte Wort.

Wie der Gesamtwert entsteht

Der Durchschnitt aus allen sechs. Keine Gewichtung, keine Sonderregel.

Was nicht gemessen wurde, zählt nicht mit

Fehlt ein Einzelwert, wird über die vorhandenen gemittelt — er geht nicht als Null ein. Eine Null hieße „in diesem Punkt völlig unzureichend“, und das ist etwas anderes als „dazu liegt uns noch kein Ergebnis vor“. Unter vier vorhandenen Werten weisen wir gar keinen Gesamtwert aus.

Das Profil sagt mehr als die Zahl

Auf den Vorstellungsseiten zeigen wir die Einzelwerte statt einer einzelnen Zahl. Eine Seite mit 95 im Speed und 40 in der Barrierefreiheit ist etwas anderes als eine mit zweimal 68.

Dazu: Wirst du von KI gefunden?

Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern ChatGPT: „Welchen Dachdecker in Mülheim kannst du empfehlen?“ Wer dort nicht auftaucht, existiert für diese Suchenden nicht. Deshalb prüfen wir zwei Dinge zusätzlich, getrennt vom Website-Wert — ob der Betrieb genannt wird, und ob stimmt, was die KI erzählt. Gefragt wird mehrfach; ein einzelnes Ergebnis wäre Zufall, kein Befund.

Was wir bewusst nicht tun

Keine Herabsetzung

Wir führen Positivlisten mit Namen. Wo Schwächen benannt werden, geschieht das anonymisiert. Ein niedriger Wert beschreibt einen Zustand, er ist kein Vorwurf.

Keine Vergleiche über Branchen hinweg

Ein Zahnarzt ist anders auffindbar als eine Hausverwaltung. Verglichen wird nur innerhalb einer Branche und einer Region.

Keine Rangliste ohne Grundlage

Eine „Top 10“ veröffentlichen wir erst, wenn tatsächlich mindestens zehn Betriebe dieser Branche in dieser Region bewertet sind.

Keine rückwirkende Abwertung

Kommt ein neues Kriterium hinzu, gilt es ab dem nächsten Prüfzyklus. Ein bereits vergebenes Siegel wird nicht nachträglich schlechter.

Keine Bewertung des Betriebs

Geprüft wird die Website, nicht die handwerkliche Leistung. Wir sagen, wie ein Auftritt online wirkt — nicht, ob jemand ein gutes Dach deckt.

Jede Bewertung ist eine Momentaufnahme

Ein Relaunch oder ein neues Plugin kann die Werte innerhalb eines Tages verschieben. Deshalb steht zu jeder Bewertung das Messdatum — sichtbar, nicht im Kleingedruckten. Ein Siegel gilt 12 Monate.

Häufige Fragen

Kann man sich das Siegel kaufen?

Nein. Die Bewertung entscheidet, nicht die Rechnung. Wer die Kriterien nicht erfüllt, bekommt das Siegel auch dann nicht, wenn er zahlen möchte. Bezahlt wird das Nutzungsrecht am Siegel — nicht das Ergebnis, das ihm zugrunde liegt.

Wer entscheidet — ein Mensch oder eine KI?

Vier der sechs Kriterien sind gemessen: Speed, Technik, SEO und Barrierefreiheit kommen aus Google PageSpeed Insights. Bei UX und Design macht ein KI-Modell einen Vorschlag, ein Mensch prüft ihn und entscheidet. Keine Bewertung wird veröffentlicht, ohne dass jemand sie gesehen hat.

Bewertet ihr die Website oder den Betrieb?

Die Website. Wir prüfen den digitalen Auftritt — nicht die Mitarbeiter, nicht die fachliche Leistung. Wie gut jemand ein Dach deckt, steht auf keiner Website und lässt sich von außen nicht beurteilen.

Was kostet eine Bewertung?

Nichts. Die Prüfung ist kostenlos, und sie bleibt es auch, wenn das Ergebnis nicht für ein Siegel reicht. Kosten entstehen erst, wenn ein Betrieb das Siegel führen möchte.

Warum wird die Startseite gemessen und nicht die ganze Website?

Weil sie die Seite ist, auf der die meisten Besucher ankommen — und weil ein einheitlicher Messpunkt die einzige Möglichkeit ist, Betriebe fair zu vergleichen. Wer bei jedem Betrieb eine andere Unterseite misst, vergleicht nichts mehr.

Meine Werte haben sich verbessert. Wird das nachgeführt?

Ja. Für Betriebe mit Siegel messen wir monatlich nach. Erst dadurch entsteht der eigentliche Wert: nicht die einzelne Zahl, sondern ihre Entwicklung. Ohne Siegel wird bei der nächsten turnusmäßigen Prüfung neu gemessen.