Wie wir mit KI arbeiten
In unserem Blog steht, dass ein Chatbot sagen muss, dass er kein Mensch ist. Dann sagen wir auch, wo bei uns eine Maschine mitschreibt.
Diese Seite ist keine Pflichtangabe. Die Kennzeichnungspflichten der KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026 — jede maschinell erzeugte Ausgabe technisch zu markieren, ist dabei Sache dessen, der das Modell baut, nicht dessen, der es benutzt. Uns trifft eine engere Pflicht: Bild, Ton und Video, die als echte Aufnahme durchgehen könnten. Wir kennzeichnen mehr als das.
Und die Seite steht hier, weil wir von Betrieben verlangen, dass ihre Website hält, was sie verspricht. Derselbe Maßstab gilt für uns.
Stand: 2. August 2026
Unsere Regel
Wir kennzeichnen, wo du sonst getäuscht würdest — nicht, wo ein Gesetz es erzwingt.
Das ist die härtere von beiden Regeln. Die gesetzliche Pflicht ist schmal; die Frage „hält das jemand für etwas, das es nicht ist“ trifft deutlich mehr Fälle.
Was dabei entscheidet, ist nicht der Aufwand, sondern eine einzige Frage: Würdest du das für eine Aufnahme der Wirklichkeit halten oder für die Aussage eines Menschen? Ein Prompt, an dem eine Stunde Arbeit hängt, erzeugt kein ehrlicheres Bild als einer aus drei Wörtern.
Wo bei uns ein Modell mitschreibt
Wenn wir einen Betrieb vorstellen, ruft ein echter Browser seine Website auf und macht Bildschirmaufnahmen. Daran ist nichts erzeugt — was du auf den Bildern siehst, ist die Seite, wie sie an dem Tag aussah.
Der erste Textentwurf entsteht mit einem Sprachmodell — nach Vorgaben, die wir geschrieben haben. Es liest den Seitentext, sieht sich die Aufnahmen an und schlägt Überschrift, Einleitung und die Punkte vor, die für und gegen die Seite sprechen. Auch die Zuordnung zu einer Branche ist ein Vorschlag der Maschine — gegen eine feste Liste, die wir von Hand pflegen.
Im Blog arbeiten Mensch und Modell im Wechsel: Recherche, Gliederung, Formulierung. Danach läuft jeder Text durch unsere Prüfung — und die veröffentlicht nichts.
Kein Text geht so raus, wie das Modell ihn vorgeschlagen hat. Jede Vorstellung und jeder Beitrag wird redaktionell geprüft — und meist noch geändert. Der Entwurf ist ein Rohstoff, kein Ergebnis.
Was immer ein Mensch tut
Das Ergebnis eines automatischen Laufs ist bei uns immer ein Entwurf. Er geht nicht online, bevor ihn jemand geöffnet und geprüft hat. Kein Lauf schaltet etwas live, kein Programm veröffentlicht einen Beitrag.
Geprüft wird: Sind die Aufnahmen vollständig? Stimmen Branche, Ort und Bundesland? Steht im Text nichts, was nicht stimmt? Und: Gehört die Website tatsächlich dem Betrieb, um den es geht?
Der letzte Punkt klingt selbstverständlich und ist es nicht. Anfang August 2026 haben wir drei Fälle gefunden, in denen zwei verschiedene Betriebe unter derselben Adresse geführt wurden — sechs Unternehmen in sechs Städten. Hätten wir das automatisch zusammengelegt, wären drei Vorstellungen verschwunden und drei Betriebe hätten auf die Seite eines fremden Unternehmens verwiesen. Gefunden hat das kein Programm, sondern jemand, der hingesehen hat.
Was wir bei Bildern tun
Die Diagramme und Illustrationen in unseren Beiträgen zeichnen wir selbst.
Jedes andere Bild ist ein Stockfoto — und genau das steht darunter, mit Plattform und Namen der Fotografin oder des Fotografen. Unsere kommen von Pexels. Die Lizenz verlangt die Nennung nicht, wir machen sie trotzdem: Ein Stockfoto ist eine echte Aufnahme, nur eben nicht aus dem Betrieb, neben dem es steht. Wer das nicht dazuschreibt, lässt genau diesen Eindruck entstehen.
Entsteht ein Bild ausnahmsweise mit KI, steht das genauso darunter. Auch das müssten wir überwiegend nicht — die Kennzeichnungspflicht zielt auf Inhalte, die reale Personen oder Ereignisse täuschend nachstellen, und darum geht es bei einer Symbolaufnahme nicht. Wir kennzeichnen nach der einfacheren Regel:
Sieht ein Bild aus wie eine Aufnahme der Wirklichkeit und ist keine, schreiben wir es darunter.
Bei Diagrammen und Illustrationen tun wir es nicht. Dort erwartet niemand eine Kamera, und eine Kennzeichnung, die überall steht, sagt am Ende nichts mehr.
Ein Beispiel, weil es uns selbst passiert ist. Am 2. August 2026 standen zwei vollständig erzeugte Titelbilder einen halben Tag auf unserem Blog. Sie hielten jede Vorgabe, die sich messen lässt — richtiges Format, kleine Datei, Menschen im Bild, kein Stockfoto-Grinsen — und waren trotzdem auf den ersten Blick als KI zu erkennen. Wir haben sie durch echte Fotos ersetzt. Seither gilt: Grundlage ist immer eine echte Aufnahme.
Was bei uns nicht passiert
- Kein KI-erzeugtes Bild, das einen echten Betrieb darstellen soll.
- Kein Beitrag und keine Vorstellung, die ohne menschliche Prüfung erscheint.
- Keine Kennzeichnung im Alt-Text. Der beschreibt den Bildinhalt und wird blinden Lesern anstelle des Bildes vorgelesen — eine Kennzeichnung dort nimmt ihnen die Beschreibung weg.
- Keine pauschale KI-Kennzeichnung unter allem. Eine falsche Angabe ist schlimmer als eine fehlende.
Was das für deine eigene Website heißt
Wir haben nichts gegen Websites, die mit KI gebaut wurden. Manche von ihnen laden schneller als das, was Agenturen von Hand bauen. Die Frage ist nicht, womit eine Seite entstanden ist, sondern ob am Ende jemand hingesehen hat.
Wenn du wissen willst, wie ein bestimmter Satz in deiner Vorstellung zustande gekommen ist, schreib uns: info@besserimweb.de. Wir sagen es dir, auch wenn es unbequem ist.
Ändert sich etwas an unserem Vorgehen, ändert sich diese Seite mit.